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www.jumeta2011.zdf.de
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Neue Impulse für den Jugendmedienschutz

6. Jugendmedienschutztagung von ZDF, ARD und Kirchen in Mainz

In einer zweitägigen Jugendmedienschutztagung haben ZDF, ARD und die Medienarbeit der evangelischen und der katholischen Kirche tragfähige Perspektiven für ein zukünftiges Jugendschutzmodell mit Branchenexperten, Befürwortern und Kritikern diskutiert.

Netzaktivisten und Communities einbeziehen

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In seiner Eröffnungsrede warb ZDF-Intendant Markus Schächter für einen möglichst breit aufgestellten Dialog. Schächter: "Einfach so zu tun, als ob die Novellierung des Staatsvertrags zum Jugendmedienschutz im vergangenen Jahr nicht gescheitert wäre und auf faktischer Ebene Tatsachen zu schaffen, lehne ich ab." Auf diese Weise könne der notwendige gesellschaftliche Konsens nicht hergestellt werden.

In den dringend notwendigen Dialog über die Zukunft des Jugendmedienschutzes sollten aus Sicht des ZDF-Intendanten alle gesellschaftlichen Gruppen eingebunden werden. Dazu müssten auch Blogger, Netzaktivisten und Communities einbezogen werden, um möglichst alle Positionen in einem großen Konsens zu berücksichtigen.

 

Eine deutliche Absage erteilte Schächter außerdem der vereinzelt wieder hervorgeholten Idee einer Vereinheitlichung der Aufsichtsstrukturen im Bereich des Jugendmedienschutzes. "Es gibt viele gute und vor allem zwingende Gründe, die gegen eine Vereinheitlichung der Aufsichtsstruktur im Bereich des Jugendmedienschutzes sprechen. Medienpolitische Wunschvorstellungen können solche sachlichen Argumente nicht ersetzen", sagte Schächter.

Jugendmedienschutz für Eltern wichtig

Wie stehen Eltern zum Jugendmedienschutz? Wer ist in ihren Augen dafür verantwortlich? Welche Gefahren und Risiken sehen sie beim Umgang ihrer Kinder mit den Medien? Diese Fragen sind Gegenstand einer repräsentativen Studie, die die ZDF-Medienforschung in Zusammenarbeit mit dem Hans-Bredow-Institut durchgeführt hat.

 

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Der Jugendmedienschutz hat laut Studie eine hohe Relevanz bei den Eltern. 79 Prozent der Eltern sind der Meinung, dass Angebote, die auf Kinder und Jugendliche eine beeinträchtigende Wirkung haben können, nicht frei verfügbar sein sollten. Noch häufiger vertreten sie die Auffassung, dass der Jugendmedienschutz vorgeht, auch wenn dies für erwachsene Nutzer unbequem ist. Aber auch der Medienkompetenz der Heranwachsenden weisen Eltern eine hohe Bedeutung zu: Drei Viertel sind überzeugt, dass Kinder und Jugendliche im Umgang mit Medien am besten geschützt sind, wenn sie ausreichend informiert sind und wissen, wie sie sich vorsehen können.

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Die größte Gefahr für ihre Kinder sehen die Eltern in Bezug auf das Internet. Drei Viertel der Eltern äußern hier Sorgen, wobei sich 27 Prozent "sehr" sorgen - bei den Eltern der 12- bis 13-Jährigen sind die Sorgen mit fast 90 Prozent am stärksten ausgeprägt. Befürchtet werden vor allem Risiken wie finanzielle Abzocke oder Betrug, Weitergabe von persönlichen Daten und deren Missbrauch, Gewaltdarstellungen sowie sexuelle Belästigung und Pornografie.
Deutlich weniger sorgen sich die Eltern in Bezug auf das Fernsehen. Hier machen sich 10 Prozent "sehr" und 43 Prozent "ein wenig" Sorgen über mögliche negative Erfahrungen. Beim Fernsehen spielen Sendezeitgrenzen aus Sicht der Eltern eine maßgebliche Rolle in der Erziehungspraxis.